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Wissenswertes

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Das Auge

Der Sehsinn ist für uns Menschen von großer Bedeutung, da er uns eine sichere Orientierung in unserer Umwelt ermöglicht.

Um dieses wichtige Sinnesorgan möglichst gut zu schützen, liegt es umgeben von Stirnbein, Jochbein und Nasenbein in Fettpolstern in der knöchernen Augenhöhle. Augenbrauen, Wimpern und Augenlider schützen von außen vor dem Eindringen von Fremdkörpern.

Das Auge (lat. Oculus) reagiert auf physikalische und elektromagnetische Reize, die es in die Empfindung von Licht und Farbe umwandelt. Die für Menschen sichtbare Wellenlänge von Licht bewegt sich im Bereich von 350 nm und 750 nm.

Die Augenheilkunde

Die Augenheilkunde als eine der ältesten medizinischen Disziplinen befasst sich mit den Erkrankungen bzw. Veränderungen des Auges. Entscheidende Erfindungen auf dem Gebiet der Diagnostik, etwa die des Augenspiegels und des Perimeters, wurden im 19. Jahrhundert gemacht. Die Verfahren in der Diagnose und Therapie werden auch heute immer weiter entwickelt. So wurde das Verständnis von Augenkrankheiten sowie die individuelle Behandlung stark verbessert. Speziell die Untersuchung der Netzhaut, die das aktive sensorische Element des menschlichen Sehorgans darstellt, hat wesentliche Fortschritte gemacht.

Erkrankungen

Ein Augenarzt beschäftigt sich mit der Diagnose und Behandlung sämtlicher Verletzungen und Erkrankungen des Auges und des Augenbereiches, zB mit

  • Erkrankungen der Netzhaut: juvenile sowie altersbedingte Maculaveränderungen, diabetische Retinopathie, Netzhautdefekte, Gefäßveränderungen …
  • Erkrankungen des Glaskörpers: Glaskörpertrübungen, Glaskörperabhebung, …
  • Erkrankungen der Hornhaut (Cornea): Keratokonus, Dystrophien, Keratopathien, Erosionen, Ulcerationen …
  • Erkrankungen der Optik und Refraktion: Kurz-, Weit-, Altersichtigkeit,…
  • Erkrankungen der Augenlinse: Trübung (Grauer Star - Cataract), Linsenluxation, …
  • Erkrankungen der Motilität: Schielen, Doppelbilder, …
  • Erkrankungen der Lider und Bindehaut: akute wie chronische Entzündungen, Erschlaffen der Lider (Blepharochalasis), trockenes Auge …
  • Infektionskrankheiten des vorderen sowie hinteren Augenabschnittes: Bindehautentzündung, Hornhautentzündung, Regenbogenhautentzündung, Netzhautentzündung
  • Glaukomfrüherkennung (Grüner Star)
  • Skotom (Ausfall eines Teils des Gesichtsfeldes)
  • sowie mit sytemischen Erkrankungen die sich auch am Auge manifestieren: z. B. Diabetes mellitus, Rheuma, Bluthochdruck (Hypertonie)

Vorsorge

Immer feucht

Die Tränenflüssigkeit schützt das Auge. Trockene Augen sind in jedem Alter möglich. Bei roten oder entzündeten Augen sollten keine "Weißmacher", Antibiotika oder cortisonhältige Tropfen ohne Verschreibung durch den Augenarzt verwendet werden.
Auch Kamillenbäder sind hier nicht zu empfehlen, da sie ausgeprägte toxische Reaktionen am Auge auslösen können, wodurch die Beschwerden noch verstärkt werden.

Meiden Sie verrauchte Räume und stellen Sie in der Heizperiode einen Luftbefeuchter auf.

Vitamine

Auch die Zellen Ihrer Augen brauchen Vitalstoffe.
Vitamine spielen eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der Sehfähgikeit des Auges.

Bei der altersbedingten Makuladegeneration kann die Verwendung von einer hochdosierten Vitaminkombination aus

  • Vitamin A, C, E
  • Zink

das Fortschreiten der Krankheit bremsen.

Ernährung

Natürliche Vitamine und ungesättigte Fettsäuren sind wichtig. Verlassen Sie sich aber nicht nur auf die Vitamine aus der Apotheke. Essen Sie möglichst oft dunkles Blattgemüse und Obst. Konsumieren Sie mehr "gute" Fette wie Olivenöl, Rapsöl oder fette Kaltwasserfische. Diese Fettsäuren unterstützen den Körper im Kampf gegen Entzündungen und wirken auch der Verengung kleinster Blutgefäße (wie im Auge vorhanden) entgegen.

PC und Sonne

Schützen Sie Ihre Augen auch im Alltag. UV-Strahlung ist eine oft unterschätzte Gefahr für die Augen. Tragen Sie bei starker Sonneneinstrahlung immer eine Brille mit UV-Filter.

Eine besondere Belastung für die Augen ist stundenlange Bildschirmarbeit. Achten Sie auf die Lichtverhältnisse. Eine zu hohe Beleuchtungsstärke erschwert die Wahrnehmung, bei zu wenig Licht vermindert sich die Sehschärfe.
Der Idealwert liegt zwischen 400 und 600 Lux. Die Entfernung zwischen Auge und Bildschirm sollte zwischen 50 und 80 cm liegen.

Ermüdend für die Augen ist auch stundenlanges Auf-Den-Bildschirm-Starren. Denken Sie daran, zwischendurch immer wieder zu blinzeln, um die Augen mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Machen Sie öfters Pause; schließen Sie die Augen, massieren Sie die Schläfen, um die Muskulatur rund um die Augenpartie zu entspannen.

Fehlsichtigkeit

Kurzsichtigkeit

Kurzsichtigkeit (Myopie) bedeutet, dass das Auge ein wenig länger ist als es der optischen Notwendigkeit entspricht.

Die von der Hornhaut und der Linse gebündelten Strahlen treffen sich nicht im gelben Fleck im Netzhautniveau, sondern etwas davor. Dadurch werden entfernte Gegenstände nur unscharf wahrgenommen.
Durch Vorgeben von Minusgläsern kann aber direkt im gelben Fleck scharf gesehen werden. Kurzsichtigkeit kann man selber durch Anstrengung nicht kompensieren.

Weitsichtigkeit

Bei der Weitsichtigkeit (Hyperopie) hingegen ist das betroffene Auge kleiner (kürzer) als das normalsichtige.

Das einfallende Licht wird so gebrochen, dass der Brennpunkt der Strahlen hinter der Netzhaut liegt. Deshalb werden Gegenstände in der Nähe (bei stärkerer Weitsichtigkeit auch in der Ferne) nur unscharf wahrgenommen.

Wenn die Weitsichtigkeit nur gering fortgeschritten ist, braucht man noch keine Korrektionsgläser, denn die Linse im Auge gleicht den Sehfehler aus. Da die Linse jedoch mit der Zeit an Elastizität verliert, kann dieser Sehfehler durch so genannte Plusgläser (Sammellinsen) korrigiert werden.

Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)

Eine Hornhautverkrümmung ist meist mit Kurzsichtigkeit (Myopie) oder Weitsichtigkeit (Hyperopie) verbunden und oft angeboren. Die Hornhaut des Auges hat bei der sog. Stabsichtigkeit eine unterschiedliche Krümmung. So wird das eintreffende Licht nicht in der Netzhaut des Auges gebündelt.

Alterssichtigkeit

Die Altersweitsichtigkeit entsteht, weil die Verformbarkeit der menschlichen Linse, welche durch einen Muskel gesteuert wird, mit der Zeit nachlässt. Durch die fehlende Umstellung der Linse wird das Lesen immer beschwerlicher, die Arme "immer länger", sodass eine entsprechende Lesebrille angepasst werden muss.

"Fliegende Mücken"/Lichtblitze

Das Augeninnere ist mit einer gallertartigen, durchsichtigen Masse (dem Glaskörper) gefüllt, der an zwei Punkten mit seiner Unterlage (der Netzhaut) befestigt ist:

  • die vordere Ansatzstelle ist ringförmig und fest ausgeprägt,
  • die hintere befindet sich am Sehnerven und ist nicht so stark angeheftet.

Mit zunehmenden Alter wandelt sich der Zustand des zunächst zähflüssigen Glaskörpers, er wird dünnflüssiger. Dieser Vorgang tritt bei Kurzsichtigen früher als bei Normalsichtigen ein. Durch Blickbewegungen , Husten, schweres Heben usw. kann sich der Glaskörper von der zarten, hinteren Ansatzstelle lösen. Dabei können Lichtblitze auftreten. Man kann auch ring- oder wurmförmige Trübungen sehen, die leicht verzögert mit der Blickbewegung mitgehen, daher auch der Ausdruck MOUCHES VOLANTES (Fliegende Mücken) tragen. Diese Erscheinungen sind auffälliger bei sehr hellem Licht oder hellem Hintergrund. Im Laufe der Zeit sinken diese "Schatten" aus der Sehlinie ab und werden seltener wahrgenommen. Meist handelt es sich um eine lästige, aber harmlose Veränderung.

Da es aber auch krankhafte, zusätzliche Anheftungsstellen des Glaskörpers an der Netzhaut gibt, kann es beim Ablösen des Glaskörpers an diesen Stellen zu Einrissen der Netzhaut kommen. Diese müssen so schnell wie möglich einer Laserbehandlung zugeführt werden, um eine Netzhautabhebung zu verhindern, die dann durch eine Operation versorgt werden muss. Zu diesem Zwecke muss bei "Mouches Volantes" oder "Blitzen" eine ausführliche Untersuchung der Netzhaut durchgeführt werden. Werden dabei defekte Stellen gefunden, ist eine Laserbehandlung notwendig.

Ansonsten muss man eine einfache hintere Glaskörperabhebung nicht behandeln, sondern beobachten.

Sollten neuerlich verstärkte Blitze oder Rußflankerl auftreten, oder gar ein Teil des Bildes verschwinden, sollte OHNE Verzögerung der Augenfacharzt oder eine Augenambulanz aufgesucht werden.

Refraktive Chirurgie

Darunter versteht man Augenoperationen zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten (z.B. LASIK, LASEK).

Diese Operationen werden mittels Laser in Tropfanästhesie durchgeführt. Bei Kurzsichtigkeit (Myopie) kann eine solche OP bis -8 Dioptrien, bei Weitsichtigkeit (Hyperopie) bis +4 Dioptrien, bei Stabsichtigkeit (Astigmatismus) bis 3 Dioptrien durchgeführt werden. Außerhalb dieser Grenzen kann eine Fehlsichtigkeit auch durch Linsenimplantation behoben werden.

Nicht für eine Laseroperation geeignet:

  • Schwangerschaft, Stillperiode
  • Alter unter 18 Jahren
  • Änderung der Fehlsichtigkeit in den letzten 2 Jahren
  • Fortschreitende Augenerkrankungen
  • Trockenes Auge
  • Cataract
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